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Sportkurs Mittelgebirgstrekking

19.06.2018

TrekkingEinige besonders mutige Schülerinnen und Schüler wählten auch in diesem Jahr den Sportkurs Mittelgebirgstrekking, um bei einer einwöchigen Wanderung durch den Harz ihre sportliche Fitness unter Beweis zu stellen

Lesen Sie hier die Tagesberichte der Schüler:

Die „Klassenfahrt“ begann um 9:30 Uhr auf dem Parkplatz am Radauwasserfall in Bad Harzburg. Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, startete die Trekkingtour Richtung Brocken. Das Wetter war traumhaft.

Dann ging es mit voller Motivation und einer Menge Spaß im Gepäck hinauf auf den Brocken, den episch, steilen Panzerweg hoch - und das in der prallen Mittagssonne. Dabei hat sich die Gruppe weit auseinandergezogen, sodass die letzten Wanderer circa zwei Stunden später auf dem Brocken angekommen sind als die ersten.

Das bedeutete aber auch, dass niemand aus der Gruppe zurückgelassen wurde und auch die Letzten noch mit Unterstützung auf den Brocken „gezogen“ wurden. Oben angekommen gab es leckeres Essen und einen wunderschönen Ausblick. Zudem haben Torben und Melina ihr Referat über den Brocken gehalten. Danach ging es einen steinig, schweren Weg wieder hinunter vom Brocken (sad story) nach Schierke zu unserer fancy Selbstversorgerhütte. Dort haben wir unsere Zimmer bezogen und lecker Nudeln geschlemmt. Nach einem Referat, dem Abwaschen und Aufräumen waren wir alle vollkommen erschöpft und wir konnten uns von den harten 22 Kilometern Wandersport ausruhen.

Morgen wird sich die Gruppe spalten, ein Teil wird über den Wurmberg gehen, ein anderer Teil drum herum. Wir freuen uns alle schon auf den Orientierungslauf am Mittwoch!

Mal schauen, wie es morgen weitergeht...

WandernAm Dienstag war unser Start in Schierke und das Ziel war das Schullandheim in Sankt Andreasberg. Dabei führte uns unser Weg über, beziehungsweise um den Wurmberg herum.

Im Gegensatz zum vorherigen Tag war der Weg um einiges verzweigter mit verschiedenen Untergründen. Mal war der Weg asphaltiert, dann verwurzelt und im nächsten Moment wieder steinig. Das Wetter war sehr schön und trotz der heißen Temperaturen haben wir unseren Weg von ungefähr 23 Kilometern bezwungen. Die Führungsgruppe, die für diesen Tag eingeteilt war, hielt die Gruppe zusammen und es wurde nie eine Person alleine gelassen. Kurz vor dem Bestieg des Wurmbergs wurde die Gruppe getrennt, da jeder sich entweder für den Weg um oder über den Wurmberg entscheiden konnte. Ebenfalls wurde auch die Führungsgruppe aufgeteilt. Beim Anstieg auf den Wurmberg konnten die Schüler eine ehemalige Skischanze sehen. Oben auf dem Berg wurde eine Pause eingelegt und es konnte ein Stempel im Wanderpass gesammelt werden, den die Lehrer am Montagmorgen ausgeteilt hatten. Auf dem Weg zum Treffpunkt, an dem sich die gesamte Gruppe wieder zusammenschließen sollte, wurde noch oben auf dem Wurmberg ein Spielplatz mit einem Trampolin entdeckt. Daran hatte die ganze Gruppe ihren großen Spaß, sogar Frau Lissner.

Alle waren während des Weges gut gelaunt, auch wenn nach dem vorherigen Anstieg auf den Brocken die Füße wehtaten. Die Motivation und der Ehrgeiz waren bei jeder einzelnen Person spürbar und wurden nochmal durch das hohe Tempo deutlich.

Mit der gesamten Gruppe ging es dann von dem Treffpunkt aus nach Königskrug in die Richtung unseres Zielortes. Auf dem Weg dorthin kamen wir erneut an einer Stempelstelle vorbei und schließlich wurde an der Waldgaststätte „Rinderstall“ eine Pause eingelegt. Auch dort gab es für jeden einen Stempel zu holen, um danach den letzten und schwierigen Anstieg nach Sankt Andreasberg zu besiegen und völlig angestrengt an dem Schullandheim anzukommen.

Abends gab es zum Essen Schnitzel mit Spätzle und für die Vegetarier gab es paniertes Gemüse mit Spätzle. Als Nachtisch wurde Schokopudding serviert. Das Essen schmeckte vielen besser als gedacht. Anschließend traf sich die Gruppe zusammen mit den Lehrern, um sich Vorträge anzuhören und über den bevorstehenden Tag zu reden.

WaldAm Mittwoch sollte der Orientierungslauf stattfinden, bei dem sich kleine Gruppen bilden sollten, um bestimmte Stempel rund um Sankt Andreasberg zu sammeln. Startschuss war 9:30 Uhr und um 17 Uhr sollten alle Schüler wieder beim Schullandheim sein. Eine einzige Gruppe war später da, da der siebte Stempel in der entgegengesetzten Richtung von den anderen Stempeln lag. Die Gruppe kann stolz auf sich sein, denn es ist die erste Gruppe, die es seit sechs Jahren zum ersten Mal geschafft hat, sieben Stempel zu holen. Zum Essen gab es Geschnetzeltes mit Reis oder Ofenkartoffeln als vegetarische Speise. Der Nachtisch bestand aus rotem Wackelpudding.

Nach dem Essen wurden erneut Vorträge gehört und die Planung des nächsten Tages besprochen.

Was uns am darauffolgenden Tag erwartete, erfahrt ihr jetzt…

Nach dem Orientierungslauf am Mittwoch ging es für die 22 Schülerinnen und Schüler weiter nach Torfhaus. Trotz allmählicher Erschöpfung machten sich alle munter auf den Weg. Nach kleinen Startschwierigkeiten wurde der richtige Pfad schnell gefunden.

Die Gesamtstrecke betrug zwischen 12 und 17 Kilometern. Ein Höhenunterschied von über 300 Metern kam noch erschwerend hinzu, wobei wir die Tage zuvor schon größere Anstrengungen hatten.

Da viele den Weg hin zum Oderteich beim gestrigen Orientierungslauf bereits gegangen sind, wurden Spiele gespielt, um die „Langeweile“ zu vertreiben und sich bei Laune zu halten. Ratespiele wie „Tiere erraten“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst“ waren ganz vorne dabei. Auch Frau Weber und Frau Lissner lernten neue Jugendsprache wie „Props an“, oder „easy money“ kennen. Der Teamgeist stand ganz oben, weshalb alle gegenseitig aufeinander warteten.

Nachdem wir den Oderteich entlang gegangen sind, zog allmählich ein Gewitter auf. Wir machten eine Pause am Ende des Teiches, um den weiteren Weg zu planen.

Wie in den letzten Tagen auch wurde eine Wegalternative angeboten. Ein Teil der Gruppe ging von hier den Märchenweg direkt in Richtung Torfhaus. Zehn Schülerinnen und Schüler haben sich, dank der positiven Nachricht des Regenradars, mit Frau Weber auf die Wolfswarte gewagt. Es fing dennoch an zu regnen, weshalb schnell alle ihre Regencapes und Jacken rauskramten. Nach fünf Minuten hörte der Regen jedoch wieder auf. Die Gruppe „Wolfswarte“ ahnte jedoch nicht, dass die Gruppe „Märchenweg“ klitschnass in Torhaus ankommen würde. Die Natur meinte es zu gut mit der Abkühlung.

Oben auf der Wolfswarte schien die Sonne und ein herrlicher Ausblick konnte genossen werden. Nach einer etwas längeren Pause machte sich die Gruppe wieder auf den ca. drei Kilometer langen Weg nach Torfhaus. „Ein Klacks“ sagten sie. Im Schullandheim Region Hannover angekommen hörte die Gruppe von dem „feuchten“ Weg der Märchenweg-Gruppe. Trotzdem waren alle bei guter Laune und freuten sich auf das Highlight des Tages – das Essen in der Bavaria Alm.

Zuvor bezogen jedoch alle ihre Zimmer, duschten und erholten sich ein bisschen. Wir versammelten uns im Gemeinschaftsraum, um die letzten Vorträge anzuhören und den Tagesplan für Freitag durchzugehen.

Nun konnte es endlich zum Essen gehen. Um 18:30 Uhr war der Tisch in der Bavaria Alm reserviert. Hier haben alle den Tag ausklingen lassen und den letzten gemeinsamen Abend miteinander verbracht. Auch wenn die Woche viel Spaß gemacht hat, war die Freude auf Zuhause und das eigene Bett groß.

Doch der Weg nach Hause war gar nicht so einfach...

Freitag war unser letzter Tag der Trekkingtour. Die Strecke ging von Torfhaus zurück nach Bad Harzburg, unserem Startpunkt am Montag. Weit war unser Weg nicht mehr. Wir mussten nur noch ca. 8 km weit gehen und zusätzlich ging der Weg hauptsächlich bergab. Darüber freuten wir uns sehr, da wir mittlerweile eigentlich überall Schmerzen hatten und wir unser eigenes Bett herbeisehnten.

Bevor es aber am Morgen des 2. Juni losging, machten wir noch eine Rückmeldungsrunde, in der zu hören war, dass die Woche den meisten großen Spaß gemacht hat – trotz der großen Anstrengungen. Aber auch der ein oder andere kleine Verbesserungsvorschlag für das nächste Jahr war dabei. Wir stellten auf jeden Fall alle fest, dass Trekking ein richtiger Sportkurs ist. Bei unseren Lehrerinnen war vor allem rauszuhören, dass sie das schöne Wetter genossen haben, da sie die letzten Jahre immer viel Regen hatten.

Als wir schließlich aufbrachen, schien die Sonne und wir hatten wieder warmes Wetter, allerdings hielt das nicht bis zum Schluss an. Obwohl wir extra auf die Pause verzichtet hatten, um es vor dem Regen zu den Autos zu schaffen, wurden wir ca. 20 Minuten vor unserem Ziel von einem Gewitter eingeholt. Es regnete so stark, dass wir alle vollständig durchnässt waren, als wir am Parkplatz ankamen.

Da der Regen auch am Parkplatz nicht weniger wurde, fiel die Verabschiedungsrunde relativ kurz aus und das gewünschte Wanderlied, die „Bergvagabunden“, der Lehrerinnen konnte auch nicht mehr gesungen werden, worüber wir allerdings froh waren.

Ungefähr um 12 Uhr mittags traten wir die Heimreise an und freuten uns darauf, mal wieder ein paar unsportliche Tage zu verbringen. Wir blicken aber auch stolz auf unsere sportlichen Leistungen der letzten Tage zurück.

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